Ein Knopfdruck, und es meldet sich jemand
Zum Hausnotruf gehören zwei Geräte. Ein kleiner Kasten steht in der Wohnung, meist im Flur oder im Wohnzimmer. Dazu kommt ein Knopf. Den trägt man am Handgelenk wie eine Uhr oder um den Hals wie eine Kette.
Wenn etwas passiert, drücken Sie den Knopf. Nach ein paar Sekunden meldet sich eine Stimme aus dem Kasten und fragt, was los ist. Sie müssen nicht zum Telefon. Sie müssen nicht aufstehen. Sie müssen nur drücken.
Am anderen Ende sitzt jemand, der Sie schon kennt. Auf dem Bildschirm steht Ihr Name, dazu Ihre Krankheiten und die Menschen, die im Notfall kommen sollen. Wer das ist, sagen Sie vorher: die Tochter, der Nachbar von nebenan oder gleich der Rettungswagen. In dieser Reihenfolge ruft die Zentrale dann an.
- Ein Knopfdruck genügt: Die Zentrale meldet sich sofort über die Freisprechanlage – ein Telefon in Reichweite ist nicht nötig
- Angehörige zuerst: Auf Wunsch wird erst die Familie oder die Nachbarin angerufen, nicht gleich der Rettungsdienst
- 365 Tage im Jahr erreichbar, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen
- Funktioniert auch dann, wenn nach einem Sturz kein Aufstehen mehr möglich ist
- Zuständig ist die Notrufzentrale SOS Service in München – sie übernimmt die Notrufe für ganz Deutschland
Für viele Familien ist genau das der entscheidende Punkt: Der Hausnotruf verlängert die Zeit, in der ein Umzug ins Heim noch nicht nötig ist.